Artikel Veröffentlicht am:
Etwa 144.000 Erwerbstätige in Thüringen haben im Jahr 2023 das Homeoffice genutzt
Damit arbeitete etwa jeder siebte Erwerbstätige im Freistaat (14,1 Prozent) zumindest teilweise von zu Hause aus. Gegenüber dem Jahr 2021 ist die Zahl der Homeoffice-Nutzenden leicht um etwa 8.000 Erwerbstätige (5 Prozent) zurückgegangen.

Zudem zeigen sich zwischen 2023 und dem stark von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2021 erhebliche Unterschiede in der Nutzungshäufigkeit der Erwerbsarbeit zu Hause. Während 2021 mehr als ein Drittel der Homeoffice-Nutzenden in Thüringen (35,8 Prozent) täglich von zu Hause aus arbeitete, galt dies im Jahr 2023 nur noch für 29,5 Prozent.
Noch deutlicher zeigt sich diese Entwicklung auf bundesweiter Ebene: Im Jahr 2021 arbeiteten 4 von 10 Homeoffice-Nutzenden täglich von zu Hause aus (40,4 Prozent), im Jahr 2023 nur noch jeder Vierte (25,8 Prozent). Insgesamt ist mittlerweile – nicht nur in Thüringen – wieder eine verstärkte Präsenz der Beschäftigten im Büro zu beobachten. Dies liegt vor allem an sozialen Aspekten der Arbeit im Betrieb (Stichwort: Teamarbeit) und den damit verbundenen Schwierigkeiten im Homeoffice.
Bei der Arbeit von zu Hause aus herrschen deutliche Branchenunterschiede, nicht jeder Job eignet sich gleichermaßen für mobiles Arbeiten. Während Homeoffice im IT-Bereich, bei Versicherungen oder auch im öffentlichen Dienst weit verbreitet ist, haben Beschäftigte im Gesundheitswesen, im Baugewerbe oder im Einzelhandel nur selten die Möglichkeit daheim zu arbeiten. Auch die Größe der Betriebe hat einen entscheidenden Einfluss – die kleinteilig geprägte Betriebsstruktur in Thüringen ist der zentrale Grund, warum Homeoffice im Freistaat im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich genutzt wird.
Die Zahlen verdeutlichen aber auch, dass mobiles Arbeiten nach der Pandemie in vielen Unternehmen gelebte Praxis und für viele Beschäftigte zu einem festen Bestandteil der Erwerbstätigkeit geworden ist. Knapp die Hälfte der Homeoffice-Nutzenden (46,7 Prozent in Thüringen, 44,1 Prozent bundesweit) arbeitet mittlerweile einzelne Tage von zu Hause aus.
Die Möglichkeit zum Homeoffice erlaubt eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, reduziert Pendlerwege und bietet eine flexiblere Arbeits- und Tagesgestaltung für die unterschiedlichen Lebensentwürfe. Mit Blick auf Thüringen bietet mobiles Arbeiten zudem die Chance, private und berufliche Interessen verstärkt im ländlichen Raum zu realisieren.
Weitere Informationen
Pressemitteilung zur Erwerbstätigkeit im Homeoffice in Thüringen [PDF, 148KB]