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4. Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose für Sachsen
Das Statistische Landesamt Sachsen erstellt seit dem Jahr 2020 regelmäßig eine Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und auf Grundlage von § 63b Abs. 5 des Sächsischen Schulgesetzes. Die vorausberechneten Schülerzahlen dienen zum Beispiel als Grundlage für die Bildungsplanung. Die vorausberechneten Zahlen der Absolventinnen und Absolventen mit Fachhochschul- und allgemeiner Hochschulreife sind zudem nicht nur für die Entwicklung im Hochschulbereich von Bedeutung, sondern sie spielen auch für Arbeitsmarktanalysen sowie in der Wirtschaft eine bedeutende Rolle.
Steigender Trend der Schülerzahlen an den allgemeinbildenden Schulen bis zum Schuljahr 2027/2028
Der steigende Trend der Schülerzahlen in den letzten Schuljahren wird sich an den allge-meinbildenden Schulen nach der oberen Prognosevariante (V1) voraussichtlich bis zum Schuljahr 2027/2028 weiter fortsetzen. Im Vergleich zum Schuljahr 2024/2025 mit knapp 417.500 Schülerinnen und Schülern werden dann bis zu 2,7 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler erwartet.
Nach dem Schuljahr 2027/2028 wird in V1 mit einem Rückgang der Schülerzahlen gerech-net. Im Schuljahr 2040/2041 werden nach der unteren Variante (V2) fast 20 Prozent und nach der oberen Variante (V1) etwas mehr als 12 Prozent weniger Schülerinnen und Schüler als im Schuljahr 2024/2025 erwartet.
Regional wird die Entwicklung der Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen voraussicht-lich in der Tendenz homogen, im Ausmaß jedoch sehr unterschiedlich verlaufen. Während in der kreisfreien Stadt Leipzig sowie im Landkreis Leipzig die geringsten Verluste bis zum Schuljahr 2040/2041 zu erwarten sind, werden diese in allen übrigen kreisfreien Städten und Landkreisen stärker ausgeprägt sein.

Ähnliches Bild an den berufsbildenden Schulen bis zum Schuljahr 2033/2034
An den sächsischen berufsbildenden Schulen werden mindestens bis zum Schuljahr 2033/2034 die Schülerzahlen weiter steigen. Im Vergleich zum Schuljahr 2024/2025 werden dann 6 (Variante 2) bzw. 16 Prozent (Variante 1) mehr Schülerinnen und Schüler erwartet. Ab dem Schuljahr 2034/2035 rechnet das Statistische Landesamt mit abnehmenden Schülerzahlen an den berufsbildenden Schulen.

Schulabgängerinnen und -abgänger an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Jahr 2040 in Sachsen
2024 verließen 33.635 Schulabsolventen bzw. -abgänger die sächsischen allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges. Nach Variante 2 werden diese Zahlen bis 2040 voraussichtlich um 7 Prozent auf 30.770 sinken. Anteilig verändern sich die Abschlüsse bis 2040 kaum. Jeweils knapp 9 Prozent verlassen die Schule ohne Hauptschulabschluss bzw. mit Hauptschulabschluss, etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erwirbt einen Realschulabschluss. 32 Prozent erreichen die allgemeine Hochschulreife.

2024 verließen 33.942 Schulabsolventen bzw. -abgänger die sächsischen berufsbildenden Schulen. Laut Variante 2 werden diese Zahlen bis 2040 voraussichtlich um knapp 4 Prozent auf 35.220 steigen. Unter den 31.400 Absolventinnen und Absolventen erwerben voraussicht-lich 2.500 die Fachhochschulreife und 2.330 die allgemeine Hochschulreife.

Daten sind für das Land Sachsen sowie für kreisfreie Städte und Landkreise erhältlich. Die Eckdaten sind abrufbar unter: https://www.statistik.sachsen.de/html/schuelerprognose-absolventenprognose.html