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Öffentlicher Dienst in Sachsen: Beschäftigungstrends im Überblick
In den letzten zehn Jahren haben sich Anzahl und Merkmale des Personals in der öffentlichen Verwaltung deutlich verändert. Es zeigen sich Einflüsse des demografischen Wandels, veränderte Einstellungspraktiken sowie Vorlieben hin zu häufigerer Teilzeit.

Anzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Sachsen wächst weiter an
Die Anzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist zuletzt auf einen neuen Höchststand von rund 222.000 Beschäftigten angestiegen. Einen besonders starken Beschäftigungszuwachs verzeichnen das Land und die Kommunen. Die Anstiege sind unter anderem auf Aufstockungen im Bereich des Gesundheitswesens, des Schulbereichs und der inneren Sicherheit zurückzuführen. Die Zahl der Beamtinnen und Beamten ist im Jahr 2019 sprunghaft angestiegen und steigt mit jedem Jahr weiter an. Der Anstieg ist ausschließlich auf einen Beamtenzuwachs in der Landesverwaltung zurückzuführen. Der stetige Personalaufwuchs kann nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig zu einer erschwerten Personalfinanzierung und Beamtenalimentierung führen.

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten wächst schneller als der Anteil der Vollzeitbeschäftigten
Insbesondere die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten (inklusive vollzeitnaher Teilzeit) ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Sie erhöhte sich im öffentlichen Dienst in Sachsen um circa 18.500 Personen. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten wuchs im gleichen Zeitraum um 6.000 Personen. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen Beschäftigten im öffentlichen Dienst stieg damit von 34,3 Prozent auf 38,9 Prozent. Ursache dafür ist der allgemeine Trend zu mehr Teilzeit.
Der Teilzeitanteil in Sachsen liegt damit höher als der deutsche Durchschnitt von 31 Prozent, der alle Branchen umfasst (Vergleichswert aus dem Jahr 2023). Der Hauptgrund für die hohe Teilzeitquote in der sächsischen Verwaltung ist, dass in Sachsen mehr Frauen am Arbeitsmarkt aktiv sind als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Zudem ist der Frauenanteil in der öffentlichen Verwaltung generell hoch. Besonders Mütter arbeiten dabei häufig in Teilzeit. Diese beiden Faktoren führen zu einer hohen Teilzeitquote in der Verwaltung.

Junge Beschäftigte rücken nach, Männeranteil steigt
Obwohl die öffentliche Verwaltung in Sachsen altert und in den nächsten Jahren zahlreiche Personalabgänge anstehen, rücken bereits jetzt viele junge Menschen nach. Im Jahr 2024 waren fast doppelt so viele Personen unter 25 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt wie noch im Jahr 2015. Auch die Zahl der 25- bis unter 40-Jährigen hat sich stark erhöht. Der Männeranteil erhöhte sich in den letzten zehn Jahren leicht um 1,3 Prozentpunkte von 35 Prozent auf 36,3 Prozent.

Frauenanteil in Führungspositionen ist in den letzten zehn Jahren gesunken
Im Zeitraum von 2014 bis 2023 ist der Frauenanteil in Leitungsfunktionen von circa 16 Prozent auf 14,5 Prozent langsam abgesunken. Der Anteil an Frauen in obersten Leitungsfunktionen ist hingegen fast konstant geblieben (1,1 im Jahr 2014, 1,3 Prozent im Jahr 2023).

Weitere Daten zu Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Sachsen sind in der Datenbank des Sächsischen Statistischen Landesamtes verfügbar.