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Integrierte Entwicklung
Starke Kommunen und Regionen sorgen dafür, dass das Land weiter attraktiv und lebenswert für alle Bewohnerinnen und Bewohner bleibt. Besonders die ländlichen Regionen stehen vor besonderen Herausforderungen. Damit alle Regionen weiter vital und attraktiv bleiben, braucht es auch auf kommunaler Ebene mehr Kooperationen und spezifische Entwicklungsstrategien.

Förderung Kreisentwicklungskonzepte und Zukunfts-Check Dorf
Mit dem integrierten Kreisentwicklungskonzept (KEK) stellt eine Kreisverwaltung in Kooperation mit Gemeinden, Wirtschaft, Bürgern und Politik eine Strategie für eine zukunftssichere Entwicklung im Kreisgebiet auf und wird diese umsetzen. Themen des demografischen Wandels sind dabei Bestandteil der integrierten Entwicklungskonzepte. Die Landkreise werden dabei mit Fördermitteln des Ministeriums des Innern und für Sport finanziell unterstützt.
Der Zukunfts-Check Dorf (ZCD) ist in der Regel Teil eines KEK, welches in Kooperation mit Gemeinden, Wirtschaft und Politik die Erstellung einer Strategie für eine zukunftssichere Entwicklung zum Ziel hat. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 500 Ortsgemeinden am „Dorfcheck“. Zahlreiche private Dorferneuerungsmaßnahmen wurden dabei angestoßen.
Im Fokus der Förderung von integrierten Entwicklungsprozessen stehen vor allem die Themen Demografie, Leerstand und soziales Miteinander.
Interkommunale Zusammenarbeit
Die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände wollen die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) in Rheinland-Pfalz landesweit ausbauen. Interkommunale Zusammenarbeit hat das Potenzial, auf den Ausbau der Digitalisierung und den erkannten Fachkräftebedarf eine nachhaltige Antwort zu geben. Die IKZ kann die Aufgabenwahrnehmung im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sichern. Aus Sicht der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände stellen sich Kooperationen insbesondere in den Bereichen der Verwaltungsdigitalisierung (z. B. bei der digitalen Abwicklung von digitalen Massenverfahren wie beispielsweise in den Feldern Elterngeld, Wohngeld sowie KFZ-Zulassungen), der Cybersicherheit, in Massenverfahren, bei der Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes sowie in Back-Office-Bereichen, also in Bereichen ohne bzw. mit wenigen Bürgerkontakten (sog. back-office), als besonders erfolgversprechend dar.
Darüber hinaus wird jedoch das gesamte kommunale Tätigkeitsspektrum im Rahmen der IKZ einer finanziellen Unterstützung grundsätzlich zugänglich sein. Mit interkommunaler Zusammenarbeit können sowohl qualitative wie auch quantitative Effekte für die kommunale Leistungserbringung erzielt werden. Einige Beispiele sind die Sicherstellung der Leistungserbringung trotz Fachkräftemangel, die Stärkung der Resilienz, Spezialisierungsgewinne sowie die Aufrechterhaltung einer hohen Servicequalität und Bürgernähe.
Attraktive Innenstädte und Ortszentren im Rahmen des Regierungsschwerpunkts „Innenstädte der Zukunft“
Damit Dörfer und Städte auch im demografischen Wandel weiter attraktiv bleiben, bilden die „Innenstädte der Zukunft“ einen ressortübergreifenden Schwerpunkt der Landesregierung. Zahlreiche Maßnahmen sollen die Aufenthaltsqualität und die Besucherfrequenz in den Innenstädten und Ortszentren steigern. So werden in einer Workshop-Reihe individuelle Konzepte für die ländlichen als auch die urbanen Zentren mit ihren unterschiedlichen Charakteren entwickelt. Im Mittelpunkt des Regierungsschwerpunkts steht die Aktivierung von privaten Initiativen. Aber auch verschiedene Förderprogramme der Landesregierung tragen zum Erfolg des Projekts bei.