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Ärztliche Versorgung
Gerade bei der gesundheitlichen Versorgung bedeutet Demografiepolitik in Rheinland-Pfalz, über viele Jahre hinweg vorausschauend zu gestalten. Die Sicherung einer guten gesundheitlichen Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft ist in allen Regionen des Landes eine zentrale Aufgabe.

Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz
Eine wichtige Aufgabe im demografischen Wandel ist es, die wohnortnahe Versorgung gerade in den ländlichen Regionen auch in der Zukunft sicherzustellen. Mit einem Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung haben das Land und seine Partnerorganisationen insbesondere im Bereich der Ärzteschaft vielfältige Maßnahmen ergriffen und weiterentwickelt, die dazu beitragen. Dazu gehört auch ein Niederlassungsförderprogramm für die hausärztliche Versorgung, mit dem hausärztliche Niederlassungen, Anstellungen und Zweigpraxen in ausgewählten, vor allem ländlichen Regionen bezuschusst werden können. Mit einer Neufassung des Förderprogramms Anfang 2024 wurden unter anderem die Kinder- und Jugendmedizin mit aufgenommen sowie die Förderung von Zweigpraxen erleichtert.
Für die kommunale Ebene wurde eine Beratungsstelle zur ärztlichen Versorgung eingerichtet. Sie begleitet Diskussionsprozesse in den Kommunen, um die Entwicklung und Umsetzung von Ideen zur zukünftigen Sicherstellung der Versorgung zu unterstützen.
Landarztoffensive und Medizincampus
Gerade bei der gesundheitlichen Versorgung bedeutet Demografiepolitik in Rheinland-Pfalz, über viele Jahre hinweg vorausschauend zu planen. Ein Beispiel ist die Landarztoffensive, in deren Rahmen die Landesregierung eine Landarztquote für das Medizinstudium eingeführt und mehr Studienplätze geschaffen hat. Die Landarztquote ermöglicht es jungen Menschen, die Medizin studieren möchten, auch ohne Einser-Abitur ihren Berufsweg als Allgemeinmedizinerin oder -mediziner einzuschlagen. Zusätzlich hat die Landesregierung seit 2025 auch die Landkinderarzt-Quote eingeführt, um auch die spezifische gesundheitliche Versorgung in diesem Bereich – insbesondere im ländlichen Raum – zu erweitern.
Zudem ist es der Landesregierung gelungen, nach dem Vorbild des Medizincampus Trier zum Sommersemester 2025, zunächst mit einer Freiwilligenphase für das 9. und 10. Fachsemester, auch in Koblenz einen Medizincampus zu errichten.
Am Medizincampus Trier haben Medizinstudierende die Möglichkeit, unter exzellenten Studienbedingungen das 7. bis 10. Fachsemester sowie das Praktische Jahr in einer der beteiligten Kliniken zu absolvieren. Die Erweiterung des bisherigen Angebots auch auf das 7. Fachsemester erfolgte zum Wintersemester 2025/2026.