Zum Inhalt springen

Meldung Veröffentlicht am: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Rheinland-PfalzHöchstes Geburtendefizit seit der Landesgründung – nahezu stagnierende Bevölkerungszahl

Im Jahr 2025 wurden rund 32.300 rheinland-pfälzische Kinder geboren, fast 50.900 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer starben. Die Zahl der Sterbefälle ging im Vorjahresvergleich leicht zurück (minus 300 beziehungsweise minus 0,6 Prozent); im Jahr zuvor waren rund 51.200 Sterbefälle registriert worden. Die Zahl der Neugeborenen sank demgegenüber erneut deutlich (minus 1.260 beziehungsweise minus 3,7 Prozent).

In der Summe überstieg die Zahl der Sterbefälle die der im Jahresverlauf Geborenen um mehr als 18.500. Das Geburtendefizit stieg damit wie bereits im Vorjahr weiter an, gegenüber dem Jahr 2024 um rund 1.000. Dies ist – betragsmäßig gesehen – der bislang höchste Wert seit der Landesgründung.

Regionale Unterschiede

In sämtlichen kreisfreien Städten und Landkreisen starben mehr Menschen als Kinder geboren wurden. In Mainz ergibt sich mit einem Geburtendefizit von rund 30 Personen noch ein fast ausgeglichener Saldo der sogenannten natürlichen Bevölkerungsbewegungen. Das gemessen an der Kopfzahl höchste Geburtendefizit war, wie bereits im Vorjahr, im Landkreis Mayen-Koblenz zu verzeichnen. Dort überstieg die Zahl der Verstorbenen die Zahl der Geborenen um fast 1.100.

Bezogen auf je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner starben im Jahresverlauf 2025 landesweit 4,5 Personen mehr als geboren wurden (Vorjahr: 4,3). In den kreisfreien Städten fällt dieser relative Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung angesichts einer tendenziell günstigeren Altersstruktur in der Bevölkerung mit minus 3,0 in Summe deutlich geringer aus als in den Landkreisen (minus 5,0 Personen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner), wobei das Niveau zwischen den einzelnen Gebietskörperschaften sowohl zwischen den zwölf kreisfreien Städten als auch zwischen den 24 Landkreisen stark variiert. Für die Landeshauptstadt Mainz ergibt sich infolge des annähernd ausgeglichenen natürlichen Bevölkerungssaldos auch mit Bezug auf die Bevölkerungszahl eine annähernd ausgeglichene Verhältniszahl von minus 0,1 Personen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Insbesondere in der kreisfreien Stadt Pirmasens (minus 9,1) sowie in den Landkreisen Südwestpfalz (minus 8,4) und Vulkaneifel (minus 8,0) ergeben sich im Regionalvergleich jeweils die höchsten relativen Geburtendefizite.

Eheschließungen

Insgesamt mehr als 17.600 Paare gingen in Rheinland-Pfalz im Jahr 2025 den Bund fürs Leben ein. Damit lag die Zahl der Eheschließungen im Vorjahresvergleich auf nahezu unverändertem Niveau. Im Jahr zuvor waren rund 17.700 Ehen geschlossen worden. Zu den frisch Vermählten zählen auch 824 Personen, die eine gleichgeschlechtliche Ehe eingegangen sind (2024: 894).

Bevölkerungsentwicklung insgesamt

Der stark negative Saldo aus Geburten und Sterbefällen wird im Jahr 2025 durch den zwar immer noch positiven Wanderungssaldo von rund 12.200 Personen nicht mehr ausgeglichen. In der Folge verzeichnet Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr, auch unter Berücksichtigung sonstiger in der Fortschreibung des Jahres 2025 bestandsrelevanter Korrekturen, eine Bevölkerungsstagnation (minus 6.500 Personen bzw. minus 0,2 Prozent). Für das Land ergibt sich zum 31. Dezember 2025 rechnerisch laut der laufenden Fortschreibung des Bevölkerungsstandes eine Bevölkerungszahl von insgesamt 4.123.022 Menschen.

Cookies