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Gute pflegerische Versorgung
Die Sicherung einer guten pflegerischen Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft ist in allen Regionen des Landes eine wichtige Aufgabe. Mit zahlreichen Maßnahmen werden in Rheinland-Pfalz daher sowohl Prävention, Aufklärung als auch Versorgung in den Blick genommen.

Gewinnung von Pflegekräften
Der Bedarf an Pflegefachkräften wird durch die Alterung der Gesellschaft zunehmen. Mit der Fachkräftestrategie Pflege 2025 reagiert die Landesregierung auf den steigenden Bedarf. Die Initiative besteht aus den Handlungsfeldern Fachkräftequalifizierung, Fachkräftegewinnung, Fachkräftebindung und Digitalisierung und Innovation in der Pflege. Die vereinfachte Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen und die Begleitung im Anerkennungsprozess sowie die Vermittlung für ausländische Pflegekräfte unter Beteiligung von Krankenpflegeschulen bilden ein zusätzliches Potenzial zur Fachkräftegewinnung.
Kommunale Pflegestrukturplanung als starke Kompetenz
So wie das Alter aus mehreren Phasen (Berufsende, Altersrückzug in die Familie, Hochaltrigkeit) besteht, ändern sich im Alter auch die Bedarfe an senioren-, behinderten- und pflegegerechter Infrastruktur im Sozialraum. Die Pflegestrukturplanung nutzt erprobte Planungskompetenzen, um den gesetzlichen Auftrag zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der Infrastruktur zu erfüllen. Prävention, Beratung, alltagsunterstützende Hilfen, Betreuungsleistungen sowie ambulante und stationäre Pflege spielen dabei eine Rolle. Durch den Sozialraumansatz stehen quartiersbezogene Lösungen im Vordergrund, die Begegnungsorte schaffen, Engagement vernetzen und fließende Übergänge zur Seniorenarbeit herstellen.
Die Regionale Pflegekonferenz entwickelt sich als Planungsinstrument für den Sozialraum. Die regionalen Akteurinnen und Akteure werden als Motor der Versorgung in den Planungsdialog eingebunden.
Gemeindeschwesterplus
Aufsuchende Beratung älterer Menschen kann den Verbleib in den eigenen vier Wänden länger möglich machen und leistet so einen wichtigen Beitrag im demografischen Wandel.
Bei dem rheinland-pfälzischen Landesprogramm Gemeindeschwesterplus, das bundesweit Beachtung findet, steht der präventive Hausbesuch für ältere Menschen durch speziell geschulte Pflegefachkräfte im Vordergrund, um sie gezielt und kostenlos zu beraten. Eine weitere Aufgabe der Fachkräfte Gemeindeschwesterplus ist es, gesundheitsfördernde Strukturen und Angebote in der Lebenswelt Kommune zu entwickeln.