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Zukunftsfähige Arbeitswelt
Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die durch den demografischen Wandel, die fortschreitende Transformation und den akuten Arbeits- und Fachkräftemangel geprägt sind. Davon sind die verschiedenen Regionen und Branchen in unterschiedlicher Intensität betroffen. Diese Entwicklungen erfordern von uns innovative Ansätze, um die Zukunft unserer Arbeitswelt aktiv zu gestalten.

Transformation der Arbeitswelt
Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich in einem sich beschleunigenden Wandel: Neben der zunehmenden Digitalisierung sind das vor allem die demografischen Veränderungen sowie die Dekarbonisierung und der gemeinsame Weg zur Klimaneutralität. Der Begriff der Transformation fasst diese drei Trends zusammen und umschreibt damit eine Reihe von gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozessen, die die Beschäftigten, Betriebe sowie Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz betreffen.
Die Landesregierung begleitet Beschäftigte und Betriebe im Wandel der Arbeitswelt und unterstützt sie durch aufeinander abgestimmte Förderungen und Projekte. Übergreifendes Ziel ist es, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen. Die Transformationsagentur bildet den Knotenpunkt der rheinland-pfälzischen Transformationspolitik und wird ergänzt um die flächendeckend verfügbare Transformationsbegleitung.
Fachkräftestrategie für Rheinland-Pfalz
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, hat die Landesregierung zusammen mit den Sozialpartnern, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie den Kammern einen entsprechenden Schwerpunkt am Ovalen Tisch für Ausbildung und Fachkräftesicherung gesetzt. Gemeinsam verständigen sich alle Partner am Ovalen Tisch auf zentrale Ziele, die Eingang in die Fachkräftestrategie des Landes finden. Die aktuelle, nunmehr dritte Fachkräftestrategie umfasst 62 konkrete Vorhaben, die unter anderem eine Stärkung des Übergangs von der Schule in den Beruf, die Stärkung der dualen Berufsausbildung und der Weiterbildung, eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen sowie die Erschließung des internationalen Nachwuchs- und Fachkräftepotenzials vorsehen. Darüber hinaus wird das Ziel verfolgt, die Rahmenbedingungen für eine attraktive und gesunde Arbeitswelt weiter zu verbessern.
Unterstützung von am Arbeitsmarkt benachteiligten Personengruppen
Unter den erwerbsfähigen arbeitslosen Menschen bestehen ungenutzte Potenziale, die es zu erhalten und auszuschöpfen gilt. Daher verfolgt die Landesregierung das Ziel, die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt zu fördern und für am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen (beispielsweise Langzeitarbeitslose oder Geringqualifizierte) nachhaltige Beschäftigungsperspektiven zu schaffen. Durch individuelle und lösungsorientierte Unterstützung soll die Beschäftigungsfähigkeit erhöht und so die Chancen auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt erheblich verbessert werden.
Integration von ausländischen Fachkräften, Anerkennung von Abschlüssen und Berufsqualifikationen
Um die Folgen des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels abzumildern, ist die Integration von ausländischen Fachkräften von zentraler Bedeutung. Gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern (Hwk) hat die Landesregierung u. a. das Welcome Center Rheinland-Pfalz initiiert, um internationale Fachkräfte, die in Rheinland-Pfalz arbeiten möchten oder bereits hier beschäftigt sind, bei ihrem Neustart zu unterstützen. Auch die rheinland-pfälzischen Unternehmen finden hier einen Ansprechpartner, wenn es um Fachkräfteeinwanderung aus dem Ausland geht. Das Welcome Center Rheinland-Pfalz dient als Kontaktstelle für Fragen rund um Einreise, Aufenthalt, Anerkennung und Ankommen in Rheinland-Pfalz.
Im Rahmen des ESF+-Bundesprogramms „Integration durch Qualifizierung – IQ“ beraten IQ-Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen Fachkräfte aus dem Ausland zu Fragen der Berufsanerkennung und Nachqualifizierung. Auf diese Weise werden die Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Migrationshintergrund verbessert und eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration ermöglicht.