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Demografisches Profil des Landes – Zahlen, Daten, Fakten

Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Niedersachsen? Wichtige demografische Kennziffern wie Geburtenrate, Bevölkerungszahl und Durchschnittsalter geben einen kompakten Überblick.

Geburtenrate in Niedersachsen

Die Geburtenziffer ging 2024 gegenüber dem Vorjahr in allen Bundesländern zurück, in Niedersachsen von 1,46 auf 1,42 Kinder je Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren. Niedersachsen wies damit bundesweit dennoch weiterhin die höchste zusammengefasste Geburtenziffer auf.

Bevölkerungszahl

Die Bevölkerungszahl Niedersachsens lag Ende 2024 bei knapp 8,0 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem geringen Rückgang von rund 3.650 Personen beziehungsweise 0,05 Prozent. In Deutschland lebten zum Jahresende 2024 insgesamt knapp 83,6 Millionen Menschen. Gegenüber 2023 stieg die Bevölkerungszahl in Deutschland um rund 121.000 Personen beziehungsweise um 0,1 Prozent an, mit Blick auf das Vorjahr 2022 (+338.000 beziehungsweise 0,4 Prozent) entspricht dies einem vergleichsweise geringen Bevölkerungswachstum.

Die größten Bevölkerungszuwächse verzeichneten Bayern, Berlin und Hamburg mit jeweils +0,6 Prozent. Verluste gab es neben Niedersachsen in fünf weiteren Ländern – am stärksten in Thüringen (−0,7 Prozent), Sachsen-Anhalt (−0,4 Prozent) und Sachsen (−0,3 Prozent).

Bevölkerungsentwicklung

Im Jahr 2024 überstieg das Geburtendefizit in Niedersachsen erstmalig seit 2012 den Wanderungssaldo. Dadurch fiel die Bevölkerungsbilanz insgesamt negativ aus und es kam zu einem geringfügigen Rückgang der Bevölkerungszahl im Vergleich zum Vorjahr. Je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner verlor Niedersachsen 2024 somit 0,4 Personen.

Durchschnittsalter

Im Jahr 2024 betrug das Durchschnittsalter 45,1 Jahre. Die Niedersachsen waren dabei im Schnitt etwas älter als die Bevölkerung im restlichen Bundesgebiet (44,9 Jahre).

Lebenserwartung

Nach den Ergebnissen der Sterbetafel 2022/2024 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in Niedersachsen im Jahr 2024 für Jungen bei 78,0 Jahren und für Mädchen bei 82,6 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Lebenserwartung für Jungen um 0,2 Jahre und für Mädchen um 0,04 Jahre.

Ausgeschöpftes Einbürgerungspotential

Der Indikator ausgeschöpftes Einbürgerungspotential bezieht die Zahl der Einbürgerungen auf die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsdauer von 10 Jahren und mehr. Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotentialist ein internationaler Indikator vor allem für eine erfolgreiche rechtliche Integration.

In Niedersachsen lag das ausgeschöpfte Einbürgerungspotential 2024 bei 6,2 Prozent und damit wieder über dem bundesweiten Durchschnitt von 5,1 Prozent. In den Ländern Thüringen (9,3 Prozent), Sachsen-Anhalt (8,8 Prozent) und Brandenburg (8,3 Prozent) war die Quote am höchsten. Dagegen wurde in Baden-Württemberg (3,9 Prozent) und Hessen (4,3 Prozent) ein deutlich geringerer Anteil der Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsdauer von mindestens 10 Jahren eingebürgert.

Anteil der ausländischen Bevölkerung

Ende 2024 lebten in Niedersachsen laut Bevölkerungsfortschreibung rund 932.000 Ausländerinnen und Ausländer, was einem Zuwachs von 1,6 Prozent (+14.890 Personen) im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Deutschland: +2,3 Prozent). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist der Anteil ausländischer Personen 2024 gegenüber 2023 um 0,2 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent gestiegen. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung ist im Jahr 2024 in allen Ländern gestiegen. Die höchsten Bevölkerungsanteile ausländischer Personen wiesen wie bereits im Jahr zuvor die Stadtstaaten Bremen (22,8 Prozent), Berlin (22,5 Prozent) und Hamburg (19,3 Prozent) auf. In Mecklenburg-Vorpommern war der Ausländeranteil mit 6,3 Prozent am niedrigsten.

Regionale Bevölkerungsentwicklung

In Niedersachsen wird die Einwohnerzahl unter der Annahme moderater demografischer Entwicklungen bis 2045 nahezu flächendeckend zurückgehen. Ausgehend von gut acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zum 31. Dezember 2024 wird ein Minus von rund 435.000 Personen (–5,4 Prozent) erwartet. Besonders stark betroffen sind die südöstlichen Regionen: Für die Statistische Region Braunschweig wird ein Rückgang um 7,6 Prozent prognostiziert, für den Landkreis Göttingen sogar um 17 Prozent. Deutliche Verluste zeichnen sich auch für den Heidekreis und den Landkreis Holzminden ab, während unter anderem die Landkreise Ammerland, Peine und Gifhorn vergleichsweise stabil bleiben.

Lediglich sieben der 89 betrachteten Gebiete können bis 2045 mit einem leichten Bevölkerungszuwachs rechnen, darunter die Gemeinde Ganderkesee und die Stadt Nordhorn. Insgesamt zeigen sich in Regionen im Einzugsgebiet der Städte Hannover und Wolfsburg sowie den Küstenregionen vergleichsweise geringere Bevölkerungsverluste.

Die Ergebnisse der 5. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung sind interaktiv in Form von Karten, Grafiken und Tabellen in einem Dashboard dargestellt.

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