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Landesinitiative „Neue Dorfmitte Mecklenburg-Vorpommern“
Die Landesinitiative ist in der Koalitionsvereinbarung verankert und soll die örtliche Nahversorgung und gleichzeitig das Dorfleben im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern stärken.

Dorfladen der Gemeinde Basedow im Ortsteil Gessin
In etwa der Hälfte der Gemeinden des Landes Mecklenburg-Vorpommerns gibt es keinen Dorfladen mehr.
Die Möglichkeit, sich vor Ort mit Waren des täglichen Bedarfs versorgen zu können, untereinander ins Gespräch zu kommen und die aktuellsten Neuigkeiten auszutauschen, ist eine Grundlage für eine funktionierende Gemeinschaft. Eine Vielzahl an Dorfläden hat in den vergangenen Jahrzehnten geschlossen. Mit ihnen ist ein wichtiger Treffpunkt in den Gemeinden verloren gegangen. Doch es gibt einen stetigen Trend, das lokale Gemeinwesen zu stärken. Hier unterstützt die Landesinitiative „Neue Dorfmitte MV“.
Die „Neue Dorfmitte MV“ unterstützt örtliche Initiativen die Nahversorgung vor Ort zu sichern oder wieder aufzubauen und leistet so einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in ländlichen Räumen. Nahversorgung bedeutet dabei, der Bevölkerung einen regelmäßigen und sicheren Zugang zu Lebensmitteln, Waren des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen zu schaffen.
Die Nahversorgung kann sowohl stationär, beispielsweise durch einen Dorfladen, als auch mobil, etwa durch einen rollenden Supermarkt, sichergestellt werden. Zunehmend gewinnen zudem hybride Dorfladenkonzepte an Bedeutung, die durch die Kombination aus stationärem Angebot und automatisiertem Zugang einen Einkauf rund um die Uhr ermöglichen.
Ergänzende, auf die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort zugeschnittene Angebote stabilisieren die Nahversorgung und machen den Dorfladen zu einer „Dorfmitte“. Angebote können ein Café, ein Imbiss, Gesundheitsdienste, Frisör, Seniorentreff, kulturelle Veranstaltungen oder ähnliches sein.
Verankert ist die Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ in der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung.
Von 2015 bis 2026 konnten insgesamt 67 Maßnahmen zur Modernisierung oder Neuschaffung von Dorfläden gefördert werden.