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Meldung Veröffentlicht am: Ministerium für Arbeit,Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg

Brandenburg32. Brandenburgische Seniorenwoche in Cottbus/Chóśebuz eröffnet

Unter dem Motto „Gesellschaft braucht Erfahrung − Senioren brauchen Teilhabe“ haben Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke als Schirmherr und Sozialminister René Wilke am 29. Mai 2026 in Cottbus/Chóśebuz die 32. Brandenburgische Seniorenwoche feierlich eröffnet. Vor rund 750 geladenen Gästen bei der Auftaktveranstaltung zeichneten sie im Beisein des Landesseniorenbeauftragten zudem 14 Einzelpersonen und eine Seniorengruppe mit der Ehrenurkunde des Seniorenrates des Landes Brandenburg e. V. aus, die dieser traditionell für herausragendes ehrenamtliches Engagement verleiht.

Die Seniorenwoche ist ein jährlicher Höhepunkt der Seniorenarbeit im Land Brandenburg. Auf zahlreichen Veranstaltungen wird bis zum 7. Juni und teils darüber hinaus das Engagement älterer Menschen im Land gewürdigt und auf ihre Bedürfnisse aufmerksam gemacht.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: „Die Brandenburgische Seniorenwoche steht für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Solidarität zwischen den Generationen. Das diesjährige Motto macht deutlich, dass ein gutes Miteinander nur gelingen kann, wenn ältere Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Eine gute Rente, Gesundheitsversorgung und Pflege sind dafür wichtig. Brandenburg ist mit dem ,Pakt für Pflege‘ Vorbild für ganz Deutschland. Und auch für die Nachbarschaftshilfe haben wir in Brandenburg die Möglichkeit geschaffen, den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung zu nutzen.“

Sozialminister René Wilke: „Das Motto der diesjährigen Seniorenwoche legt den Fokus auf ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Die Vereinsamung − nicht zuletzt älterer Menschen − nimmt zu, was zu einer Beeinträchtigung der seelischen und auch körperlichen Gesundheit führen kann. In einem Land wie Brandenburg, das zu den Bundesländern mit dem höchsten Altersdurchschnitt gehört, sind wir daher besonders gefordert, die sozialen Ausgrenzung Älterer zu verhindern. Die Teilhabe von Seniorinnen und Senioren an allen Lebensbereichen zu verbessern, ist nicht nur unser selbstverständliches politisches Ziel, sondern eine Aufgabe, der wir uns als Gesellschaft stellen müssen. Wenn wir die älteren Brandenburgerinnen und Brandenburger aktiv einbinden, ihre Erfahrungen nutzen, wirken wir Vereinsamung entgegen und stärken die Gesellschaft als Ganzes.“

Norman Asmus, Landesseniorenbeauftragter Brandenburg: „Die Seniorenwoche zeigt jedes Jahr eindrucksvoll, wie sich Seniorinnen und Senioren für unsere Gesellschaft auf vielfältige Weise engagieren. Ich freue mich, dass die neue Landesregierung die Fortschreibung der Seniorenpolitischen Leitlinien zu einem ihrer zentralen Vorhaben erklärt hat. Ein Schwerpunkt wird dabei sein, die Bedingungen für ehrenamtliches Engagement so zu gestalten, dass Interessierten die Übernahme einer solchen Tätigkeit möglichst leicht gemacht wird.“

Tobias Schick, Oberbürgermeister Cottbus: „Gerade die Generation der heutigen Seniorinnen und Senioren hat Cottbus/Chóśebuz durch schwierige Zeiten begleitet − durch wirtschaftliche Umbrüche, Strukturveränderungen und gesellschaftlichen Wandel. Dafür gebührt Ihnen unser Respekt und unser Dank. Wo wir ansetzen können, ist mehr Miteinander in unserer Stadt. Mehr Zuwendung für die, die sie brauchen. Hilfe in der Nachbarschaft, Unterstützung in der Kita oder im Hort, in Schulen oder nach dem Unterricht, Gemeinsamkeit im Bürgerhaus oder im Vereinstreff. Senioren lesen Kindern vor, Kundige zeigen, wie man sein Rad schnell selbst reparieren kann und vieles mehr. Wir wollen so Einsamkeit begegnen, Überforderung abbauen und ermöglichen, was wir kaum finanziert bekommen. In Summe heißt das dann eben Miteinander fürs Miteinander. Neben der BTU sind der Kinder- und Jugendbeirat sowie der Seniorenbeirat mit im Boot.“

Die Brandenburgische Seniorenwoche wurde 1994 von Brandenburgs erster Sozialministerin Regine Hildebrandt ins Leben gerufen. Sie wird alljährlich vom Landesseniorenrat organisiert und vom Sozialministerium mit 65.000 Euro aus Mitteln des Seniorenpolitischen Maßnahmenpakets gefördert.

In Brandenburg lebten laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Ende 2024 fast 680.000 Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von mehr als einem Viertel (26,5 Prozent). Viele Seniorinnen und Senioren engagieren sich ehrenamtlich und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum solidarischen Zusammenhalt der Gesellschaft.

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