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Regionales Projekt

Paradies der Sinne – Leben nach dem Normalitätsprinzip

Kleinstadt Eisfeld im südthüringischen Landkreis Hildburghausen

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Ziele

  • Menschen mit Behinderungen ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen
  • Förderung von sozialem und gesellschaftlichem Miteinander durch Teilhabe
  • Stärkung des Selbstwertgefühls von Menschen mit Behinderungen
  • Verbindung von Naturschutz und Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen
  • Inklusion und Integration
  • positive Effekte auf die Gesundheit der Besucher

Beschreibung

Wie viele peripher gelegene Städte und Gemeinden in Thüringen steht Eisfeld vor besonderen Herausforderungen des demografischen Wandels. Dazu zählen unter anderem Alterung, Einwohnerverlust sowie. Eisfeld hat seit dem Jahr 2000 deutlich an Bevölkerung verloren. Heute (Stand 2025) leben noch rund 7.200 Menschen in Eisfeld.

Auf dem Grundstück der Familie Granzow entstand in gemeinsamen Arbeitseinsätzen ein naturnahes Biotop. Die Familie organisiert aber auch Ausflüge und Feiern. Regelmäßig besuchen Menschen mit Behinderungen die Granzows – gemeinsam gärtnern, reden und feiern sie, oder sie lassen einfach nur die Seele baumeln.

Das Engagement von Familie Granzow beruht vor allem auf privater Initiative ohne besondere Unterstützung eines Vereins oder Wohltätigkeitsverbandes. Akzeptanz, Gleichberechtigung, Wertschätzung und Selbstbestimmung sowie Inklusion und Integration sind die Erfolgsbausteine dieses Projekts.

Das Projekt bietet auch Menschen mit Behinderungen einen Zugang zum Naturschutz. Die Teilnehmenden leben ressourcenschonend – alle verursachen wenig Müll, reparieren Dinge anstatt diese wegzuwerfen, leihen und verleihen anstatt neu zu kaufen und sammeln Regenwasser, um den Garten – ihr „Paradies der Sinne“ – zu bewässern.

Motivation der Familieninitiative: Durch das Aufwachsen mit einem behinderten Bruder hat Frau Granzow persönlich erfahren, was es heißt, häufig ausgegrenzt zu werden und nur begrenzte Möglichkeiten der Teilhabe zu besitzen. Im „Paradies der Sinne“ sind alle willkommen und können sich den Dingen widmen, die ihnen Freude bereiten. Das große Interesse an diesem Projekt und der Zulauf an Besuchern verdeutlichen den Wert dieses Projektes.

Seit 2016 wächst das Projekt stetig. Es entstanden unter anderem:

  • Bienenoasen
  • Insektenhotels
  • eine Sumpflandschaft
  • eine Teichanlage mit Wildbachlauf
  • ein Igelhaus
  • Hühner- und Hasenstall etc.

Besonderheiten

Für ihr Engagement wurde Familie Granzow im Jahr 2024 mit dem Sonderpreis des Thüringer Demografiepreises sowie mit der Thüringer Rose ausgezeichnet.

Projektträger

Familieninitiative Granzow

Kontakt

Claudia Granzow
Familieninitiative Granzow
Zur Schmiede 12
98673 Eisfeld Ortsteil Hirschendorf
0171 9981887

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