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Regionales Projekt

Netzwerk Zukunftsorte

Ort: Gemeinde Prötzel (Märkisch-Oderland, Land Brandenburg); Wirkungsbereich: Land Brandenburg und ländliche Räume in Ostdeutschland

Ziele

Grundlegend geht es darum, Potenziale einer gefühlten „Stadtflucht“ zu nutzen und zu einem Gewinn für Gemeinden, Kommunen und Regionen zu machen, die bis vor kurzem unter Abwanderung litten oder noch immer damit kämpfen.

Das Netzwerk hat sich mit folgenden Zielen gegründet:

  • junge kreative, unternehmerisch denkende und engagierte Menschen mit urbaner Arbeits- und Lebenskultur unterstützen beim
  • Aufbau und Betrieb möglichst vieler Zukunftsorte auf dem Land, die
  • gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten vor Ort ermöglichen und die
  • Lebensqualität vor Ort fördern durch offene Treffpunkte und Angebote und die
  • proaktive Stadt-Land-Integration und Vernetzung von Einheimischen und Zugezogenen.

Damit möchte das Netzwerk folgende übergeordnete Ziele erreichen:

  • neue Kompetenzen und Fachkräfte in ländliche Räume bringen
  • ein attraktives und kreatives Umfeld für junge Menschen und Familien schaffen
  • Teilhabe und Lebensqualität fördern
  • nachhaltige und klimagerechte Wohn- und Arbeitsformen fördern

Beschreibung

Viele ländliche Gebiete Ostdeutschlands, auch in Brandenburg, hatten in den letzten Jahrzehnten mit dem Rückgang und der Alterung der Bevölkerung zu kämpfen. Es fehlt neben wichtiger Infrastruktur auch an Fachkräften, Arbeitsmöglichkeiten, Treffpunkten sowie Kultur- und Freizeitmöglichkeiten vor Ort. Seit einigen Jahren, verstärkt durch den Mietendruck in größeren Städten und zuletzt die Pandemie, hat sich ein gegenläufiger Trend entwickelt, in dem Städter, gerade junge Familien, gerne „rausziehen“ wollen. Jedoch profitieren bisher nur wenige Dörfer und Kleinstädte in Metropolregionen davon, während schlechter angebundene Gegenden weiter mit Leerstand zu kämpfen haben. Derweil wachsen die Speckgürtel der Städte an und bringen zunehmende Pendlerbewegungen und Konflikte zwischen Einheimischen und Zugezogenen mit sich.

Das Netzwerk Zukunftsorte verbindet kreative Wohn- und Arbeitsprojekte, die Leerstand und Brachflächen in ländlichen Räumen umnutzen und reaktivieren. Es organisiert Wissensaustausch und Unterstützung für die Akteure und Kommunen und vernetzen lokale mit überregionalen Institutionen und Initiativen. Digitale und analoge Netzwerkveranstaltungen gehören dazu, ebenso wie Modellprojekte mit Kommunen und der Austausch mit Kooperationspartnern und der politische Dialog.

Mit einer digitalen Wissensplattform für den Aufbau und Betrieb von Zukunftsorten richtet sich das Netzwerk seit 2022 an mögliche Zukunftsort-Akteurinnen und -Akteure. Ebenso dient die Wissensplattform als Informationsquelle für Kommunalvertreterinnen und Kommunalvertreter, die Zukunftsorte ansiedeln und alternative Wege in der Leerstandsentwicklung gehen wollen.

Des Weiteren entsteht ein Beratungsangebot für beide Zielgruppen, welches sich in verschiedenen Formaten der Professionalisierung auf dem Weg zum Zukunftsort und der gemeinwohlorientierten Leerstandsentwicklung widmet.
 

Besonderheiten

Mittlerweile ist das Netzwerk Zukunftsorte Ansprechpartner für viele Akteure aus Brandenburg, aber zunehmend auch aus anderen Regionen Ostdeutschlands, mit Interesse am „Rausziehen“ und am Aufbau von Gemeinschaftsprojekten. Die Professionalisierung dieser Akteure begreift das Netzwerk als seine Aufgabe und baut ein Bildungsangebot mit dem Ziel auf, dass möglichst viele Impulsprojekte nachhaltig erfolgreich umgesetzt werden können. Hier wird auf das Praxiswissen der Macherinnen und Macher aus dem Netzwerk gesetzt, die konkrete Beispiele und Hinweise geben können. Auch im Kontakt mit Kommunen setzt das Projekt auf die Erfahrungen aus konkreten Modellprojekten, die in Kooperation mit anderen Akteuren durchgeführt, gemeinsam mit Kommunalvertreterinnen und -vertretern evaluiert und weitergegeben werden.

So ermöglicht das Projekt den Zugang zu Wissen aus erster Hand.

Projektträger

Netzwerk Zukunftsorte e.V.

Website

www.zukunftsorte.land

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