Regionales Projekt
„Krone wachgeküsst!“ – Rettung des denkmalgeschützten Gasthauses „Krone“
Ortsteil Schweina der Stadt Bad Liebenstein im Wartburgkreis im Freistaat Thüringen

Sanierungsbedürftige Außenfassade des denkmalgeschützten Fachwerkhauses
Ziele
- Erhalt und Bewahrung des denkmalgeschützten Fachwerkhauses als geschichtliches Zeugnis
- Ausbau zu einem zentralen Treffpunkt für alle Generationen
Beschreibung
Bad Liebenstein ist von den Folgen des demografischen Wandels, also dem Rückgang von Einrichtungen der Daseinsvorsorge, wie Nahversorgung, Schulen, Dienstleistungen sowie Kinder-, Jugend- und Seniorenfreizeitangebote, stark betroffen.
Die „Krone“ war über Jahrhunderte hinweg immer wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens im Ort. Seit dem Saalabriss im Jahr 2016 wird das verbliebene Haupthaus denkmalgerecht saniert und soll zukünftig multifunktional und generationenübergreifend für Bürgerstammtische, Vorträge und Ausstellungen sowie für Kunst und Spiel genutzt werden. Die „wachgeküssten“ Räumlichkeiten sollen zudem das Vereinsleben kleiner Vereine ohne eigenes Vereinsdomizil fördern. Gleiches gilt auch für bestehende Netzwerke zwischen projektbeteiligten Partnern wie zum Beispiel der Kinder- & Jugendkunstschule Wartburgkreis oder dem Ortschronik e. V. sowie die Einbeziehung weiterer Vereine in die Ideenstrategie. So sollen künftig viele Bürger und Vereine die „Krone“ nutzen können. Für diesen langen und mühsamen Weg sind neue Ideen und zukunftsfähige Denkansätze erforderlich.
Die Bürgerinitiative hat sich 2011 gegründet. Seitdem lebt das Projekt von den vielen Arbeitsleistungen der Mitglieder und setzt damit im Ort ein sichtbares Zeichen für gelebtes bürgerschaftliches Engagement mit starkem identitätsstiftendem Charakter. Ermöglicht wurde das Projekt durch finanzielle Eigenmittel, Spenden und Darlehen. Sichtbare Unterstützung erfährt es zudem durch praktische Mitarbeit, weitere Spenden und Zuschüsse aus der Bevölkerung. Der konsequente Einsatz wiederverwendbarer Baumaterialien aus der Abrissmasse des Saalanbaus (Lehm- und Ziegelsteine, Dachziegel, Balken) trägt wesentlich zur Minimierung der Sanierungskosten bei. In das Baugeschehen werden Kinder und Jugendliche als Mitstreiter einbezogen, die so historische Bauweisen und Materialien kennenlernen. Damit kann auch das Interesse an handwerklichen Berufen geweckt werden.
Durch eine ständige Öffentlichkeitsarbeit wie zum Beispiel die jährliche Teilnahme am Tag des offenen Denkmals kann sich die Bevölkerung immer wieder über die Sanierungsfortschritte informieren.
Die Bürgerinitiative kann durch die handwerklichen Fähigkeiten einiger Mitglieder (Zimmerer, Maurer) viele Arbeiten in Eigenleistung erbringen.
Besonderheiten
- Verleihung der „Silbernen Halbkugel“ des Deutschen Preises für Denkmalschutz 2024
- Verleihung des Gruppenpreises des Thüringer Denkmalschutzpreises im Jahr 2023
- Verleihung des Denkmalschutzpreises des Wartburgkreises im Jahr 2018
Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz 2024
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