Regionales Projekt
Hauptamtliche Unterstützung für die Offene Senior:innenarbeit
Hamburg

Ziele
- offene Seniorinnen- und Seniorenarbeit in Hamburg durch eine stärkere hauptamtliche Unterstützung der bestehenden Strukturen weiterentwickeln
- Hamburger Seniorinnen- und Seniorentreffs modellhaft durch hauptamtliches Personal zu Quartierstreffpunkten weiterentwickeln und dabei ihre sozialräumliche Vernetzung, Diversität und Partizipation stärken
Beschreibung
Der Wandel des Altersbildes zeigt sich in der zunehmenden Anerkennung der aktiven und produktiven Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft. Während früher das Alter oft mit Gebrechlichkeit und Rückzug assoziiert wurde, wird heute die Bedeutung von lebenslangem Lernen und aktiver Teilnahme betont. Die Alterung der Bevölkerung und medizinische Fortschritte tragen dazu bei, dass Seniorinnen und Senioren länger gesund und aktiv bleiben, was zu einer Neubewertung ihrer Fähigkeiten und Potenziale führt. Auch diesen Veränderungen muss die bezirkliche Offene Seniorinnen- und Seniorenarbeit mit einem Prozess der Weiterentwicklung Rechnung tragen. Deswegen gilt seit 2023 in der Freien und Hansestadt Hamburg eine neue Globalrichtlinie zur Planung und Förderung der Offenen Seniorinnen- und Seniorenarbeit.
Voraussetzung für diese Weiterentwicklung ist eine stärkere hauptamtliche Unterstützung der bestehenden Strukturen. Daher hat die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke im Jahr 2024 zwei Projekte in insgesamt 28 Hamburger Seniorentreffs mit dem Ziel gefördert, diese modellhaft durch hauptamtliches Personal in Bezug auf ihre sozialräumliche Vernetzung, Diversität und Partizipation in Richtung Quartierstreffpunkte weiterzuentwickeln.
Die Offene Seniorinnen- und Seniorenarbeit in Hamburg findet oft in Treffs statt und wird vom Engagement Ehrenamtlicher getragen. Die Treffs sind Orte, die allen Hamburger Seniorinnen und Senioren unentgeltlich für ein zwangloses Zusammenkommen offenstehen. Neben Unterhaltung und Geselligkeit gibt es Kultur-, Freizeit-, und Weiterbildungsangebote und sportliche Betätigung. Beratungsangebote rund um alle Belange von Seniorinnen und Senioren ergänzen oft das Programm. Auch generationsübergreifende und interkulturelle Angebote bereichern manche Treffs und stellen den sozialen Kontakt zwischen Alt und Jung her. Es gibt insgesamt 79 Treffs in Hamburg.
Das Selbstverständnis älterer Menschen und die Sichtweise auf das Älterwerden befinden sich im Wandel. Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen – wie beispielsweise die Zunahme von Diversität und die beschleunigte Digitalisierung aller Lebensbereiche – wirken sich auf die Erwartungen an und Vorstellungen von einem guten Leben im Alter aus. Die Diesen Veränderungen muss die bezirkliche Offene Seniorinnen- und Seniorenarbeit mit einem Prozess der Weiterentwicklung Rechnung tragen. Denn die Treffs bieten mehr als „Kaffee, Kuchen und Karten spielen“, sondern sie richten ihre Angebote an den neuen Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren aus.
Mit hauptamtlicher Unterstützung wird auf Basis der vorhandenen Angebote mit den beteiligten ehrenamtlichen Leitungen und Teams geklärt, welche neuen Angebote im Treff machbar sein könnten, die möglichst gemeinsam mit künftigen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner im Treff durchgeführt werden. Zur Verbesserung der Bekanntheit der Treffs und zur Entwicklung von kooperativen Projekten, beteiligen sich die Hauptamtlichen an vorhandenen Stadtteilgremien und nehmen Kontakt zu einzelnen Organisationen auf. Da alle Treffs dringend mehr Ehrenamtliche für den Betrieb benötigen und insbesondere für die Weiterentwicklung weitere Personen brauchen, nehmen die Hauptamtlichen auch den Kontakt zu den Freiwilligenagenturen in den Bezirken auf beziehungsweise intensivieren vorhandene Kontakte. Das Team der hauptamtlichen Mitarbeitenden arbeitet mit den ehrenamtlichen Leitungen der Treffs als Projektteam zusammen, das regelhaft im Austausch ist. Dabei arbeiten Ehrenamt und Hauptamt wertschätzend auf Augenhöhe zusammen.
Besonderheiten
Aus dem Projekt heraus soll ein Leitfaden mit Maßnahmen, Arbeitsschritten und Zielerreichungen im Sinne des Best Practice Lernens entwickelt werden.
Projektträger
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.
Weitere Informationen
Ergebnisse des ersten Projektjahres (Stand: Januar 2025)