Regionales Projekt
Ankommen in Brandenburg – Netzwerk für Rückkehr und Zuzug
Lokal und regional verankert, landesweit in Brandenburg vernetzt

Besuch des Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke am Stand des Netzwerks „Ankommen in Brandenburg“ am Brandenburg-Tag 2025 in Perleberg.
Ziele
- Generierung von (innerdeutschem) Zuzug und Rückkehr als Beitrag zur Fachkräftesicherung
- Stärkung der regionalen Akteure im Netzwerk durch Erfahrungsaustausch zu Strategien der Zuzugsförderung
- Impulse für eine landesweite Willkommenskultur
- Unterstützung des Miteinanders in den Regionen
Beschreibung
Die wirtschaftlich schwierigen Bedingungen der Nachwendezeit führten zu mehreren Abwanderungswellen aus den ostdeutschen Ländern. Dies hatte negative Folgen für die heimische Wirtschaft, Zivilgesellschaft sowie für Infrastrukturen und Lebensqualität vor Ort: In den Unternehmen fehlten Fachkräfte, in den Vereinen und der Kommunalpolitik mangelte es an Nachwuchs, soziale Infrastruktur wurde weniger nachgefragt. Aber auch steigender Leerstand und zerrissene familiäre Netzwerke waren die Folge.
Infolge der verbesserten Rahmenbedingungen insbesondere auf dem Arbeitsmarkt erfolgte in den 2010er Jahren eine Trendumkehr. Zahlreiche Menschen erwogen wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Gleichzeitig wurde das Leben im „Ländlichen“ für viele Städter attraktiv. Das Interesse, in Brandenburg (wieder) ansässig zu werden, richtet sich meist auf eine bestimmte Region und weniger auf das Land als Ganzes. Entsprechend haben sich in mehreren Kommunen beziehungsweise Regionen Initiativen gegründet, um Rückkehr- und Zuzugsinteressierte für ihre Region zu begeistern.
Mit kreativen Maßnahmen von Pendleraktionen über Speed-Datings bis hin zum Probewohnen werden Interessierte unterstützt und ihr Ankommen begleitet. Denn über das unmittelbare Ziel der Fachkräftesicherung hinaus zielt das Projekt auch darauf, aktive Menschen für die Zivilgesellschaft zu gewinnen. Mit wachsendem zeitlichen Abstand zur Nachwendezeit und aufgrund des hohen Fachkräftebedarfs verlagern sich die Aktivitäten mehr und mehr auf die Ansprache von Menschen, die noch über keine Heimatbindung in Brandenburg verfügen. Eine immer wichtigere Rolle nehmen Maßnahmen für das Zusammenwachsen von alten und neuen Einwohnerinnen und Einwohnern ein.
Das 2017 gegründete Landesnetzwerk „Ankommen in Brandenburg“ bildet das „Dach“ über diese regionalen Initiativen. Hier werden Erfahrungsaustausch, Kooperationen und Weiterbildungen organisiert. Der jährliche Fachtag in Kooperation mit einer Region sorgt für neue Impulse und Wissenstransfer. Mit der vom Netzwerk organisierten gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit wird eine höhere Aufmerksamkeit für das Thema Zuzug und Rückkehr erreicht.
Das Projekt wird seit Beginn aus Mitteln der Staatskanzlei des Landes Brandenburg unterstützt.
Besonderheiten
Der konzeptionelle Ansatz sichert kompetentes Handeln vor Ort und zentralen Wissenstransfer. Zugleich werden Chancen aus der brandenburgischen Raumstruktur – Berlin als Metropole im Zentrum sowie die kleinstädtische Struktur als passende Zielregion – aufgegriffen.
Projektträger
ASG Spremberg GmbH