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Fakten Veröffentlicht am:

Pflegequote

Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil pflegebedürftiger Menschen. Die Pflegequote ist für hochbetagte Frauen deutlich höher als für gleichaltrige Männer.

In Deutschland waren im Jahr 2023 rund 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig. Der Anteil der pflegebedürftigen Personen an der gleichaltrigen Bevölkerung nimmt dabei mit dem Alter kontinuierlich zu. Im Alter von 60 bis 64 Jahren beträgt die Pflegequote vier Prozent. Von den über 95-Jährigen sind hingegen 85 Prozent der Männer und 98 Prozent der Frauen pflegebedürftig. Obwohl die Deutschen im Alter immer länger gesund sind, wird die Zahl der Pflegebedürftigen aufgrund der wachsenden Zahl älterer Personen zukünftig deutlich ansteigen.

Die Pflegequote der Frauen ist ab dem 75. Lebensjahr zunehmend höher als jene der Männer, das heißt hochaltrige Frauen werden häufiger gepflegt als hochaltrige Männer. Als Erklärung für den Geschlechtsunterschied kommt einerseits die niedrigere Lebenserwartung von Männern als Frauen in Betracht. Es ist zu erwarten, dass vor allem gesundheitlich besonders widerstandsfähige Männer bis in die Hochaltrigkeit überleben. Diese sind dann in den höchsten Altersgruppen seltener pflegebedürftig als gleichaltrige Frauen.

Andererseits kann auch ein abweichendes Antragsverhalten bei Männern und Frauen die unterschiedlichen Pflegequoten im hohen Alter erklären. Ältere Frauen leben häufiger alleine, weil Männer im Durchschnitt früher sterben – zumal Frauen überwiegend ältere Partner hatten. Bei Pflegebedarf kann daher schneller die Notwendigkeit bestehen, einen Antrag auf Pflegeleistungen zu stellen, während pflegebedürftige Männer häufig zuerst von ihren Partnerinnen versorgt werden und trotz vorliegender Voraussetzungen für Unterstützungen kein Antrag auf Pflegebedürftigkeit gestellt wird.

Weitere Informationen

Informationen des Statistischen Bundesamtes zum Thema Pflege

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