Meldung Veröffentlicht am: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
BundSieger des 28. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ stehen fest
Die Jury hat die Gewinner des 28. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gekürt. Die aus rund 1.200 Teilnehmerdörfern ausgewählten 26 Sieger der Landeswettbewerbe haben sich in der finalen Wettbewerbsrunde, dem Bundesentscheid, nochmals einer Fachjury präsentiert. Mit Gold ausgezeichnet werden die Dörfer Backemoor, Darup, Dörgenhausen, Helberhausen, Oberkrumbach, Ruppendorf, Spora und Ziegenhain.
Die acht Golddörfer konnten mit herausragendem bürgerschaftlichem Engagement, vorbildlichen Ideen und innovativen Konzepten überzeugen und zeigen, wie sie ihre Dörfer zukunfts- und widerstandsfähig entwickeln. Sie erhalten ein Preisgeld von jeweils 15.000 Euro. Darüber hinaus werden zwölf Dörfer mit Silber (10.000 Euro Preisgeld) und sechs Dörfer mit Bronze (5.000 Euro Preisgeld) geehrt. Sechs Sonderpreise für besondere Leistungen gehen in diesem Jahr an Bornheim für vorbildliche ländliche Planungskultur und -umsetzung, Dreba für LPG-Dorfkinder und die innovative Wissensvermittlung hinsichtlich landwirtschaftlicher Produktionstechniken, Frankena für einen niederschwelligen außerschulischen Lernort zur Vermittlung ländlicher Alltagspraktiken, Heckenbeck für gelebte Nachhaltigkeit durch den Aufbau sozialer und regionaler Wertschöpfungsketten, Roßbach für die generationenübergreifende Initiative „Lecker essen“ und Rühn für das Kloster als wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leuchtturm im Dorf, die mit je 3.000 Euro dotiert sind.
Dazu sagt der Bundesheimatminister Alois Rainer: „Ich gratuliere den 26 Bundessiegern herzlich. Die vielen Engagierten und Ehrenamtlichen haben eindrucksvoll gezeigt: Unsere Dörfer und ländlichen Regionen haben Zukunft! Die Menschen vor Ort übernehmen Verantwortung, packen gemeinsam an und gestalten mit Ideenreichtum und Tatkraft ihre Heimat. Sie sind echte Heimat-Macherinnen und Heimat-Macher. Als ehemaliger Bürgermeister weiß ich: Ohne dieses Engagement würde der Motor vieler Dorfgemeinschaften stottern oder ganz ausgehen. Alle teilnehmenden Dörfer haben gezeigt, wie viel sich mit Herzblut, guten Ideen und pragmatischen Konzepten erreichen lässt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für lebenswerte und zukunftsfähige ländliche Regionen – und sind Vorbild für viele Menschen in unserem Land. Weiter so!“
Die Siegerehrung des Dorfwettbewerbs findet am 22. Januar 2027 während der Grünen Woche im City Cube in Berlin im Rahmen eines großen Dorffestes statt. Am 2. Februar 2027 empfängt der Bundespräsident Delegationen aus den 26 Dörfern und die Bundesbewertungskommission.
Hintergrund
Bereits zum 28. Mal ehrt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat bürgerschaftliches Engagement und die ganzheitliche Entwicklung unserer Dörfer. Der Bundeswettbewerb lädt dazu ein, die gemeinschaftlichen Leistungen und Lösungsansätze zur Dorfentwicklung vorzustellen. Er ist Bestandteil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus), das der Förderung und Erprobung innovativer Ansätze der ländlichen Entwicklung dient und auch Impulse für die Verbesserung der Regelförderung setzt.
Rund 1.200 Dörfer aus ganz Deutschland haben sich am 28. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt, um eine der begehrten Auszeichnungen zu erhalten. Insgesamt hatten sich 26 Dörfer für die Endrunde qualifiziert. Die fachkundige Jury ist mehr als drei Wochen lang von Dorf zu Dorf gereist. Dabei wurden unter anderem Ziele und Entwicklungskonzepte, wirtschaftliche Initiativen und die Verbesserung der Infrastruktur, soziales Engagement und dörfliche kulturelle Aktivitäten, wertschätzender und sensibler Umgang mit Baukultur, Natur und Umwelt bewertet.
Der Traditionswettbewerb steht seit 1961 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und ist fester Bestandteil ländlicher Entwicklung und motiviert Menschen seit jeher, sich für ihre Zukunftsperspektiven zu engagieren und aktiv an der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität auf dem Lande mitzuwirken.
Die Gewinner
GOLD
- Backemoor, Landkreis Leer, Niedersachsen
- Darup, Landkreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen
- Dörgenhausen, Landkreis Bautzen, Sachsen
- Helberhausen, Landkreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen
- Oberkrumbach, Landkreis Nürnberger Land, Bayern
- Ruppendorf, Landkreis Osterzgebirge-Sächsische Schweiz, Sachsen
- Spora, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt
- Ziegenhain, Landkreis Altenkirchen, Rheinland-Pfalz
SILBER
- Dreba, Saale-Orla-Kreis, Thüringen
- Ediger-Eller, Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz
- Frankena, Landkreis Elbe-Elster, Brandenburg
- Grießen, Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg
- Hallerstein, Landkreis Hof, Bayern
- Heckenbeck, Landkreis Northeim, Niedersachsen
- Lenne, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen
- Meyenburg, Landkreis Osterholz, Niedersachsen
- Naugarten, Landkreis Uckermark, Brandenburg
- Osterby, Landkreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein
- Roßbach, Werra-Meißner-Kreis, Hessen
- Rühn, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
BRONZE
- Boisheim, Landkreis Viersen, Nordrhein-Westfalen
Bornheim, Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz
Dessau, Landkreis Altmark, Sachsen-Anhalt
Oberseelbach, Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen
Reisbach, Landkreis Saarlouis, Saarland
Westdorf, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt
Quelle: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat