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Demografiedialoge
Die Demografiedialoge mit dem Schwerpunkt „Regionen stärken – Disparitäten verringern“ waren eine 2018 eingeführte neue Form der Zusammenarbeit mit den Gestaltungspartnern im Rahmen des Dialogprozesses zur Demografiestrategie der Bundesregierung.

Anhand von Praxisbeispielen wurde über die Chancen der demografischen Entwicklung im demografisch heterogenen Deutschland diskutiert und wurden übertragbare Ansätze zur Stärkung der Regionen sichtbar gemacht. Anknüpfungspunkte waren dabei die spezifischen Herausforderungen der Region, die Gastgeber für den Dialog waren. Dabei sollte mindestens eine weitere Region als Partner und Vorbild dienen, die eine ähnliche Situation vor Ort, aber idealerweise schon Lösungen oder Ansätze hierfür gefunden hatte.
Insgesamt fanden zwei Demografiedialoge statt.
Demografiedialog zur Mobilität in ländlichen Räumen
Am 4. Dezember 2018 trafen sich im oberpfälzischen Cham Vertreterinnen und Vertreter der Region mit Akteuren des Bundes, aus Bayern und aus zwei anderen Bundesländern. Am Beispiel des Landkreises Cham diskutierten sie über die Mobilität in ländlichen Räumen und konkrete Handlungsansätze. Die Veranstaltung war der erste von vier Demografiedialogen mit dem Schwerpunkt „Regionen stärken – Disparitäten verringern“, die zu unterschiedlichen Themen im Rahmen der Umsetzung der Demografiestrategie der Bundesregierung stattfinden.
Damit eine Region lebenswert ist und bleibt, ist neben Arbeitsplätzen vor allem eine gute Daseinsvorsorge wichtig. Auch im hintersten Dorf brauchen die Menschen Zugang zu Schulbildung, Haus- und Fachärzten, Lebensmitteln und Friseuren. Insbesondere dünn besiedelte Regionen wie der bayerische Landkreis Cham stehen vor der Herausforderung und Frage, wie dieser Zugang gewährleistet und verbessert werden kann.
Broschüre zu Ergebnissen des ersten Demografiedialogs [PDF, 9 MB]
Demografiedialog zum Stadt- und Dorfumbau im demografischen Wandel
Am 29. Oktober 2019 trafen sich in der Hansestadt Stendal beim Demografiedialog des Bundesinnenministeriums Akteure des Bundes und aus Sachsen-Anhalt, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Am Beispiel des Landkreises Stendal diskutierten sie über den Umgang mit Leerstand in ländlichen Räumen.
Der Landkreis Stendal liegt im Norden von Sachsen-Anhalt und umfasst zehn Städte und 268 Dörfer. Fast die Hälfte der Dörfer hat weniger als 100 Einwohner. Wie viele dünn besiedelte Regionen Regionen in Deutschland ist auch der Landkreis Stendal vom demografischen Wandel betroffen. Zwischen 1990 und 2018 ist die Bevölkerung von 156.000 auf 112.000 zurückgegangen, das heißt um 28 Prozent geschrumpft. Eine Folge: Leerstehende Gebäude und Wohnungen.
Broschüre zu Ergebnissen des zweiten Demografiedialogs [PDF, 2 MB]