Der demografische Wandel stellt eine langfristige, gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar und die demografisch bedingten Veränderungen sind in vielen Lebensbereichen spürbar. Daher fördert die Sächsische Staatskanzlei seit 2007 mit dem Landesprogramm Demografie innovative Ideen, die Anreize setzen, in einer Region zu bleiben, und die ein attraktives Lebensumfeld für die Bevölkerung erzielen. Die Akteure vor Ort sollen die Möglichkeit bekommen, den demografischen Wandel aktiv mitzugestalten.
Die demografische Entwicklung verläuft auch in Sachsen regional unterschiedlich. Insbesondere die ländlichen Räume sind vom Rückgang der Bevölkerungszahl, Überalterung und einer Verschiebung der Altersstruktur betroffen. Bereits seit 2007 unterstützt der Freistaat mit dem Landesprogramm vor allem in ländlichen Regionen Akteure vor Ort dabei, innovative Wege zur Gestaltung der demografischen Entwicklung zu erproben und umzusetzen. Der Freistaat Sachsen fördert damit gezielt Engagement und Initiativen auf lokaler und regionaler Ebene, um die Anpassung einer Region an die demografische Entwicklung positiv zu gestalten. Zu den Fördergegenständen zählen insbesondere Strategien und Konzepte, Netzwerkarbeit und der Informationsaustausch regionaler Akteure sowie Forschungs-, Moderations- und Coachingmaßnahmen. Eine Förderung können zum Beispiel Vereine, Verbände und Kommunen oder Institutionen erhalten.
Gefördert werden 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Es muss somit ein Eigenanteil von zehn Prozent erbracht werden. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank. Sachsenweit wurden seither rund 250 Projekte mit insgesamt mehr als zehn Millionen Euro gefördert und auf den Weg gebracht. Die bisher geförderten Projekte sind einer breiten Themenpalette zuzuordnen. Besonderes Augenmerk der Förderung liegt auf innovativen, übertragbaren, generationenübergreifenden und bürgerschaftlichen Ansätzen.
Um welche Zielstellungen geht es? Gefördert werden beziehungsweise wurden zum Beispiel Maßnahmen, die die Daseinsvorsorge, insbesondere im ländlichen Raum, sichern und verbessern, Haltefaktoren, insbesondere für Jugendliche, stärken, aber auch Jung und Alt zusammenbringen, das Ehrenamt würdigen und fördern, ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen, der Vereinsamung im Alter entgegenwirken, vorausschauend die Handlungsfähigkeit von Kommunen erhöhen, den Zusammenhalt der Bevölkerung befördern und kulturelle Angebote im lokalen Umfeld schaffen. Konkret wurden in der Vergangenheit zum Beispiel Entwicklungsstrategien mit Bezug zum demografischen Wandel, wie auch Sportstättenkonzepte, Digitalisierungsstrategien oder partizipative Leitbildprozesse in Kommunen ermöglicht.
Der demografische Wandel ist keine unlösbare Herausforderung, sondern kann durch politische Maßnahmen begleitet werden. Dabei können Lebensstandards aufrechterhalten und positive Dynamiken ausgelöst werden.
Im Demografieportal des Freistaates Sachsen gibt eine Projektplattform einen Überblick zu Vorhaben, die im Rahmen der Förderrichtlinie Demografie unterstützt wurden beziehungsweise werden.
In Sachsen hat die Förderung der Teilhabe und Unterstützung älterer Menschen einen hohen Stellenwert. Wenn dabei auch das Engagement junger Menschen eingebunden wird, stärkt dies den Zusammenhalt der Generationen.
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