Wissenschaftlicher Beirat zum Thema Demenz gegründetMecklenburg-Vorpommern
20.03.2025
Mehr als 39.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind nach Schätzungen von Experten von einer demenziellen Erkrankung betroffen. Prognosen zufolge wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2060 verdoppeln.
„Auf diese Herausforderung wollen und müssen wir uns frühzeitig einstellen, sowohl gesellschaftlich als auch bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Als einen wichtigen Baustein setzen wir mit einem eigenen Beirat künftig stärker auf Fachexpertinnen und -experten aus Forschung, Lehre und Medizin“, erklärte Drese im Rahmen der Auftaktsitzung des Beirates in Schwerin.
„Wir haben das große Glück, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern schon jetzt über eine außerordentlich große Expertise in diesem Bereich verfügen. Zum Beispiel mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, unserem Landesverband der Alzheimer Gesellschaft und unseren Universitätskliniken und Hochschulen. Unsere Kräfte wollen wir nun noch besser bündeln. Davon profitieren beide Seiten und insbesondere natürlich auch die Betroffenen“, zeigte sich die Ministerin überzeugt.
Die Idee für den wissenschaftlichen Beirat entstamme dem Pakt für Pflege im Land und der dortigen Arbeitsgruppe Demenz. „In diesem Gremium arbeiten wir an Maßnahmen, mit denen pflegebedürftige Menschen, auch jene mit demenziellen Erkrankungen, möglichst lange ein selbstständiges Leben führen können“, unterstrich Drese. Unter dem Aspekt einer koordinierten Präventionsarbeit soll zudem der Eintritt von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit verzögert oder im besten Fall sogar gänzlich vermieden werden.
„Ich freue mich, dass wir dabei künftig die Wissenschaft noch enger an unserer Seite wissen. Denn auch wenn das Thema Demenz, zum Beispiel durch Aktionen zur Woche der Demenz oder dem Welt-Alzheimertag, gesellschaftlich häufiger diskutiert wird, sind Berührungsängste, Unwissenheit im Umgang und Tabuisierung der Demenz-Erkrankung immer noch weit verbreitet. Was auf Papieren steht, muss gelebt werden, muss in die Köpfe kommen, um zu wirken. Dieses Ziel verfolgen alle Mitglieder gemeinsam“, so Drese.
Beitragen soll dazu auch ein landeseigener Demenzplan, den das Land derzeit entwickle. „So wollen wir, auch fernab der Bundesweiten Demenzstrategie, für Mecklenburg-Vorpommern die passenden Strukturen schaffen, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz aber auch deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern“, erklärte die Ministerin.
Drese warb in diesem Zusammenhang für die Unterstützungs- und Entlastungsangebote, die Betroffene schon jetzt in Anspruch nehmen können. „Wir haben zum Beispiel eine hervorragende Landesfachstelle Demenz, die wir als Land fördern, unsere ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe, die insbesondere den Betreuenden eine kleine Auszeit verschaffen kann sowie 19 Pflegestützpunkte im Land, die unabhängig und kostenlos zu allen Themen rund um das Thema Pflege, aber auch speziell zu Fragen der Demenz beraten“, schloss Drese..
Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern
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