75.329 mehr Berlinerinnen und BerlinerBerlin
14.02.2023
Am 31.12.2022 hatten 3.850.809 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Berlin. Damit stieg die Einwohnerzahl im Vergleich zum Vorjahresende um 75.329 Personen beziehungsweise 2,0 Prozent und erreichte einen neuen Höchststand.
42.916 der 75.329 hinzugekommenen Personen hatten die ukrainische Staatsangehörigkeit. Nachdem im ersten Halbjahr die Zahl der Ukrainerinnen und Ukrainer um 34.701 Personen gestiegen war, nahm sie im zweiten Halbjahr noch einmal um 8.215 Personen zu.
Auch die Gruppe der Menschen mit indischer Staatsangehörigkeit wuchs weiter – im Vergleich zu 2021 um 7.798 Personen. Von 2020 zu 2021 hatte es ein Plus von 4.478 Personen gegeben. An dritter Stelle standen Personen aus der Russischen Föderation mit einem Plus von 5.727 Personen.
Entsprechend dem Trend der Vorjahre setzt sich die Zunahme wie folgt zusammen: Während die Zahl der Deutschen um 13.481 Personen zurückging, nahm die der Ausländerinnen und Ausländern um 88.810 Personen zu. Auch ohne die Zuwanderung aus der Ukraine hätte sich ein Plus von 3.213 Personen ergeben. Diese Entwicklung trifft auf alle Bezirke Berlins zu. Der höchste Rückgang an Deutschen fand sich in Friedrichshain-Kreuzberg mit einem Minus von 3.137 Personen. Mit einem Plus von 14.139 Personen verzeichnet Mitte den höchsten Zuwachs an Ausländerinnen und Ausländern.
Ausländeranteil in Berlin bei 24,3 Prozent
Der Ausländeranteil lag am 31.12.2022 in Berlin bei 24,3 Prozent – mit großen Unterschieden zwischen den Bezirken. Der höchste Ausländeranteil fand sich im Bezirk Mitte mit 36,7 Prozent, während er in Treptow-Köpenick mit 14,8 Prozent knapp halb so hoch war. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund (Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund) ab: Für Berlin insgesamt lag er 2022 bei 38,6 Prozent. Im Bezirk Mitte hatte mehr als die Hälfte (56,8 Prozent) der Einwohnerinnen und Einwohner einen Migrationshintergrund, in Treptow-Köpenick lag ihr Anteil bei 22,3 Prozent.
Die beiden größten Gruppen von Ausländerinnen und Ausländern im Berliner Einwohnermelderegister stellten Staatsangehörige aus der Türkei mit 101.325 Personen (+2.371) und seit 2022 aus der Ukraine mit 57.495 Personen. Auf Platz 3 folgte Polen mit 54.068 Personen (–382).
Viele städtische und wirtschaftsstarke Regionen werden bis 2045 voraussichtlich weiter wachsen, während strukturschwache und ländliche-periphere Regionen überwiegend schrumpfen.
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