Frauen können Engpass-Branchen im Saarland stärkenSaarland
01.12.2014
Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Saarland vom 1. Dezember 2014
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger setzt auf eine stärkere Beteiligung der saarländischen Frauen am Arbeitsleben. Wenn heute vorwiegend über die Frauenquote auf der Führungsebene diskutiert werde, dürfe man nicht vergessen, dass regional und auf Bundesebene auch die Erwerbsquote der Frauen noch zu gering sei. „Eine Volkswirtschaft kann nämlich nur dann wirklich gut sein, wenn sie die Kapazitäten der Frauen nicht brachliegen lässt“, sagte die Ministerin.
Im Jahr 2013 lag nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit die Erwerbsquote der Frauen im Saarland bei 67,6 Prozent, die der Männer aber um 13,5 Prozentpunkte darüber. Zwar habe sich in den letzten Jahren einiges getan, im Vergleich der Bundesländer liege das Saarland aber weiter auf dem letzten Platz, so Rehlinger, „dabei haben wir heute die bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten“.
Vor dem Hintergrund der Fachkräftesituation im Saarland gelte: „Nicht nur aus Gründen der Gleichstellung, auch aus Gründen der Demografie brauchen wir mehr Frauen in der Wirtschaft.“ Das „Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar“ gehe davon aus, dass bis 2025 zusätzlich rund 19.000 Frauen als Fachkräfte gewonnen werden können. Vor allem in den technischen Engpassberufen wie etwa der Fahrzeug- und Betriebstechnik könnten Frauen zur Entspannung der Lage wesentlich beitragen. Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei allerdings die Voraussetzung dafür. Rehlinger: „Familienfreundliche Maßnahmen müssen nicht teuer sein. Für jeden Betrieb, ob Kleinunternehmen, Mittelständler oder Großbetrieb, gibt es geeignete Lösungen.“ Oft bewirkten bereits kleine organisatorische Veränderungen, dass Mütter und Väter ihre Berufstätigkeit und ihre familiären Aufgaben in Einklang bringen können.