Erste Demografiekonferenz Rheinland-Pfalz/SaarlandSaarland
21.03.2014
Pressemitteilung der Staatskanzlei des Saarlandes vom 20.03.2014
Rheinland-Pfalz und das Saarland wollen beim Thema Demografie noch stärker zusammenarbeiten. Den Auftakt dazu bildete die erste gemeinsame Demografiekonferenz, zu der die Ministerpräsidentinnen Annegret Kramp-Karrenbauer und Malu Dreyer in die Europäische Akademie nach Otzenhausen eingeladen hatten.
„Der demografische Wandel betrifft das Saarland und Rheinland-Pfalz gemeinsam und in sehr ähnlicher Weise. Von einer engeren Zusammenarbeit können beide Seiten profitieren“, so die beiden Ministerpräsidentinnen. Gute Beispiele für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind gemeinsame Aktivitäten bei der Arbeits- und Ausbildungsvermittlung oder Lösungsansätze für Herausforderungen der Dorfentwicklung.
„Der demografische Wandel stellt uns vor Herausforderungen, die wir als Chance begreifen wollen, um Neues auszuprobieren. Dass das funktioniert, zeigen gute Beispiele aus beiden Ländern“, unterstrich Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Als vielversprechenden Ansatz nannte sie die „sorgende Gemeinschaft“. Aufgabe der Politik sei es, die Rahmenbedingungen für solche sozialen Stützsysteme und Netzwerke – beispielsweise Nachbarschaften, wo Menschen sich um einander kümmern – zu fördern. „Diese erste Demografiekonferenz zeigt eindrucksvoll, dass es viele Ansätze gibt, um gerade im ländlichen Raum den demografischen Wandel zu einer Chance werden zu lassen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Besonders wichtig sei es, die Zahl der Mitmacherinnen und Mitmacher zu erhöhen. Um dies zu erreichen, würden Rheinland-Pfalz und das Saarland gemeinsam weitere Ideen entwickeln.
Dreyer und Kramp-Karrenbauer würdigten den geplanten grenzüberschreitenden Nationalpark Hunsrück-Hochwald als ein gutes Beispiel, wie länderübergreifende Zusammenarbeit praktisch aussehen könne. „Wir wollen diesen grenzüberschreitenden Nationalpark gemeinsam entwickeln und sehen ihn als wichtigen Beitrag zur Regionalentwicklung“, so die beiden Ministerpräsidentinnen. Die gemeinsame Entwicklung des Nationalparks stehe für die Vielzahl an Ansätzen, mit denen die beiden Länder den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen können. Dabei stehe neben dem Naturschutz vor allem die wirtschaftliche, infrastrukturelle und touristische Entwicklung der Hunsrück-Hochwald-Region im Vordergrund.
An der ersten gemeinsamen Demografiekonferenz nahmen rund 100 Experten beider Länder teil. Nach einer Talkrunde mit den Ministerpräsidentinnen tauschten sie sich in vier Foren zu den Themen „sorgende Gemeinschaft, Gesundheit und Pflege, Dorf- und Regionalentwicklung sowie Nationalpark im Hunsrück Hochwald“ aus. Den Abschluss bildete eine Runde der Fachministerin und Fachminister, Ulrike Höfken, Alexander Schweitzer, Reinhold Jost und Andreas Storm.