Mit dem Landesprogramm „SPORTLAND HESSEN bewegt“ verfolgt die Landesregierung das Ziel, Voraussetzungen für eine aktivierende Umwelt und Umgebung zu schaffen sowie Bewegungs- und Sportangebote entlang aller Lebensphasen und Zielgruppen auszubauen. Leitziel ist, dass sich „alle Hessinnen und Hessen mehr bewegen“. Und dies aus verschiedensten guten Gründen. Gerade für ältere Menschen hat Bewegung dabei eine besondere Bedeutung.
Wie wichtig Bewegung ist, zeigen zahlreiche Studien. Regelmäßige Bewegung im Alltag trägt nachweislich zur Gesundheit und einem verbesserten physischen und geistigen Wohlbefinden bei. Bewegung trainiert gleichzeitig stets auch das Gleichgewicht, die Koordination und fördert die Beweglichkeit. Durch eine weitgehend gute Gesundheit und gezielte Bewegung im Alter lassen sich Alltagskompetenzen aufrechterhalten, die ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen und damit das Lebensgefühl verbessern.
Körperliche Aktivitäten haben zahlreiche positive Auswirkungen auf körperliche Einschränkungen und Krankheiten. Der gesundheitliche Nutzen ist dabei davon abhängig, in welcher Form, Dauer und Intensität die Aktivitäten durchgeführt werden. Wer sich bewegt, unterstützt sein Herz-Kreislaufsystem, der Blutdruck bleibt stabil und die Entstehung von Arteriosklerose wird gebremst. Zudem wird das Immunsystem gestärkt. Weiterhin wird nachweislich das Risiko für Diabetes, Osteoporose und Krebs reduziert. Die neuere Forschung gibt sogar Hinweise darauf, dass ein aktiver Alltag dazu beitragen kann, Demenzerkrankungen vorzubeugen.
Aufbau und Struktur des Landesprogramms
Um die Rahmenbedingen zu schaffen, dass Bewegungsförderung in Hessen forciert betrieben und ausgebaut werden kann, wurde eine intersektorale Programmstruktur aufgebaut – das Landesprogramm „SPORTLAND HESSEN bewegt“.
Unter Federführung des Innenressorts bündelt und vernetzt das Landesprogramm „SPORTLAND HESSEN bewegt“ Akteurinnen und Akteure der verschiedenen Ressorts, in denen Bewegungsförderung eine Rolle spielt, zum Beispiel des autonomen Sports, der Kranken- und Sozialversicherung, der Wissenschaft und aus sonstigen Bereichen der Sport-, Gesundheits- und Bewegungsförderung. Bewegungsförderung wird dabei als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet und gelebt.
Wesentliche Kernelemente der Struktur sind, neben einem Steuerungsgremium, einem Leitungsstab und einer Geschäftsstelle, Arbeitskreise, die sich dem Thema der Bewegungsförderung lebensphasenbezogen widmen. Neben den Phasen „gesund aufwachsen“ und „gesund bleiben“ liegt ein besonderes Augenmerk auch auf dem Themenkomplex „gesund altern“.
Die Arbeitskreise sind intersektorale "Ideenwerkstätten und Denkfabriken“, die innovative Maßnahmen entstehen lassen und bestehende Maßnahmen ausbauen sowie weiterdenken. Die unterschiedlichen Mitglieder bringen verwaltungs- und sektorübergreifende Erfahrungen und Sichtweisen auf die jeweiligen Themenkomplexe mit ein.
Der Arbeitskreis „Gesund altern“
Der Arbeitskreis „Gesund altern“ hat sich in diesem Zuge in einem ersten Schritt mit Bewegungshindernissen und deren Analyse befasst. Ausgehend hiervon wurde mit der Definition von Visionen und Zielen begonnen, woran sich die Erarbeitung erster Projektideen bis Sommer 2022 anschließt. Danach gilt es, die Projektideen zu konkretisieren und zu priorisieren. Ziel ist dabei, mit der Umsetzung von in den Arbeitskreisen erarbeiteten Maßnahmen im ersten Halbjahr 2023 in verschiedenen Regionen von Hessen zu starten.
Die Hessische Landesregierung stärkt mit dem Projekt die digitale Medienkompetenz älterer Menschen in Hessen. Dabei werden Di@-Lotsinnen und -Lotsen ausgebildet, die Ältere in die digitale Welt begleiten.
Die von der Polizei Hessen geschulten Berater informieren als kompetente Ansprechpartner „auf Augenhöhe“ ihre Altersgruppe vor Ort über bestimmte Kriminalitätsformen, Unfallrisiken, entsprechende Vorbeugungsmöglichkeiten sowie allgemeine Präventionsthemen.
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