Wie viele peripher gelegene Städte und Gemeinden in Thüringen steht Altenburg vor besonderen Herausforderungen des demografischen Wandels wie der Alterung, dem Bevölkerungsrückgang und dem Leerstand.
Altenburg hat seit dem Jahr 2000 über 10.000 Einwohner beziehungsweise rund ein Viertel der Bevölkerung verloren. Heute (Stand Mitte 2024) leben noch etwa 31.200 Menschen in Altenburg.
Der Landkreis Altenburger Land hat seit dem Jahr 2000 mit 22 Prozent einen selbst für Thüringen (12,7 Prozent) sehr hohen Bevölkerungsverlust zu verzeichnen.
Ziele
Wiederbelebung historisch bedeutsamer Orte – der öffentliche Raum soll neu erlebbar und erfahrbar gemacht werden
Umsetzung von Ideen und Themen zur Stadtentwicklung durch Bürger, zum Beispiel Kunstgarten, Altenburger Künstlerhäuser und Stadtbude, mit verschiedenen Formaten und spannenden Projekten
Förderung Jugendlicher durch Gründung eines Jugendvereins mit eigenem Fonds für junge Projektideen
Einrichtung eines OpenLab – Co-Working-Space als Kreativ- und Arbeitsort
Konzept
Ob Schloss, Theater oder Markt, die Stadt Altenburg im Osten Thüringens hat jede Menge Geschichtsträchtiges zu bieten – und eine Zukunft, die mit dem Projekt Stadtmensch seit 2016 mitgestaltet wird. Für die „Stadtmenschen“ ist es eine Herzensangelegenheit, den öffentlichen Raum erlebbar zu machen und vier historisch bedeutsame Orte – die so genannten Quartiersanker – in der Innenstadt wiederzubeleben. Sie möchten zeigen, wie vielfältig, bunt und facettenreich die über 1.000 Jahre alte Skatstadt ist.
Dafür lassen sie sich immer wieder neue Themen- und Veranstaltungsformate einfallen, realisieren gemeinsam (sozio-)kulturelle Angebote und versuchen mit ihrer Begeisterung andere Altenburger anzustecken. Mit der Stadtmensch Akademie und Denkfabrik, dem Stadtmensch-Fonds und besagten Quartiersankern soll der passende Nährboden für tolle Projektideen geschaffen werden. Aus einer dieser „kleinen“ Ideen hat sich das mehrtägige Stadtmensch-Festival entwickelt. Es bringt engagierte Menschen zusammen, bietet den unterschiedlichsten Initiativen aus Kunst und Kultur, Sport, Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Politik und Soziales eine Bühne und ein Podium für Austausch, Aktivitäten und die Entwicklung von Ideen.
Man nehme ein ungenutztes Kirchengebäude, jede Menge Freiwillige mit dem Mut für Neues, viel Geld – und verwandle den größten beheizbaren Raum im Dorf zu einem Ort, der für alle 24/7 offen steht, in dem gefeiert und getanzt wird – die „Neue Mitte Aspach“.
Das denkmalgeschützte ehemalige Gasthaus „Krone“ gilt als eines der ältesten und geschichtsträchtigsten Häuser in Schweina. Durch die Sanierung soll das Gebäude auch zukünftig als zentraler Treffpunkt für alle im Ort erhalten bleiben.
Frank Sonnabend ist Architekt und Unternehmer. Mit seinen kreativen Projekten belebt der Investor leerstehende Gebäudekomplexe in Erfurt. Im Interview erzählt er von Chancen im demografischen Wandel und seinen Ideen zur Revitalisierung von Städten.
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